Donnerstag, 6. November 2014

Post von unserer Zwergschule in Iskenderun

Gerade sind aktuelle Bilder von der türkischen Grenze zu Syrien eingetroffen. Neben all den entsetzlichen Nachrichten, die uns aus der Region erreichen, wollen wir Ihnen diese hoffnungsvollen Bilder von Kindern, die in unserer Zwergschule in Iskenderun mit Begeisterung lernen, nicht vorenthalten.
Unterstützen  Sie  "Schulen für syrische Füchtlingskinder"

Besuchen Sie die Kunstauktion am 29. November 2014



Während die Kleinsten sich im Schreiben üben....



...studiern die älteren Kinder im Biologieunterricht den menschlichen Körper.
Ausgelassene Pausenspiele. Alle Fotos: Jusur-Brücken e.V.




Dienstag, 28. Oktober 2014

Bilder syrischer Flüchtlingskinder - Ausstellung und Diskussion


Seit der Premiere der Ausstellung der Bilder von Schülerinnen der Zwergschulen im türkisch-syrischen Grenzgebiet im vergangenen Jahr in der Königin-Luise-Stiftung, ist sie in Berlin auf Wanderschaft. Die eindringlichen Kinderbilder zeigen auf eine erschütternde Art und Weise, welche traumatischen Erinnerungen, die Flüchtlingskinder von ihrer Flucht aus Syrien mitgebracht haben.
Die Bilder waren bereits bei einer Sammelausstellung beim Tagesspiegel, und u.a. auf Spiegel online zu sehen. Diesmal war die Ausstellung Teil einer Veranstaltung zum Thema: Gibt es noch Hoffnung für die Menschen in Syrien? Die Bilder werden auch am 29. November 2014 im Rahmen der Kunstauktion zugunsten von Schulen für syrische Flüchtlingskinder in den Räumen der Königin-Luise-Stiftung zu sehen.

Kinderbilder aus Hacisasa: Die Friedenstaube ist getroffen.. Bild: Jusur

Anfang Oktober waren die Bilder unserer Zwergschulen in der ev. Samariterkirche zu sehen. Bild: Jusur



Freitag, 10. Oktober 2014

Chronologie Teil 3 - Making of "kunst für bildung 2013"


Vorbesichtigung für die Auktion: kunst für bildung Kunstauktion 2013
Kurz vor den Sommerferien 2013 haben Eltern eine Idee. Mit einer Kunstauktion zugunsten der Zwergschulen in Syrien wollen sie ein größeres Publikum auf das Projekt aufmerksam machen und  gleichzeitig zur finanziellen Sicherheit der schon bestehenden Klassen beizutragen.

Unter dem Motto kunst für bildung beginnt ein kleines Team mit der Vorbereitung.
Bald wird das Team größer auch einige Lehrer klinken sich in die Vorbereitungsgruppe ein.
Viele Künstler werden auf die Veranstaltung aufmerksam, Sie begeistern sich für das Projekt an der syrischen Grenze und spenden Werke für die Auktion.

Innerhalb weniger Wochen steht die Veranstaltung.

Bald wird der Blog mehrere hundert Mal am Tag angeklickt....



  • der Fachbereich Kunst der KLS stellt Rahmen und Staffeleien zur Verfügung 
  • der Schreibwarenladen SCHMIDT-HAGIUS unterstützt uns mit Materialien
  • BOESNER unterstützt uns
  • professionelle Beleuchtung und Galeriewände werden von der 
  • KULTURBRAUEREI (PALAIS) zur Verfügung gestellt, ebenso Getränke und Manpower
  • Der Auktionskatalog wird produziert, finanziert von Sponsoren. 
  • und am Auktionsabend sorgt das syrische Restaurant  DAMAS für kulinarische Leckerbissen  
Und auch die Schülerinnen und Schüler tragen viel zum Gelingen des Abends bei. Mehr als 30 Kinder und Jugendliche der verschiedensten Klassen und Schulen der Königin-Luise-Stifutng, stehen in schwarz-weißer Bekleidung und mit einem strahlenden Lächeln bereit als die Gäste eintreffen. Sie helfen mit der Garderobe, bieten Getränke an, und erklären gemeinsam mit einigen Eltern die Auktionsregeln.

Als die Auktion beginnt, wird es plötzlich leise. Für viele ist es das erste Mal, dass sie eine Bieternummer in der Hand halten. Doch Auktionator Kristian Jarmuschek lässt keine Unsicherheit aufkommen. Schnell und routiniert erklärt er die Regeln und schon steht das erste Versteigerungsobjekt zur Wahl. Die Show beginnt. Wer lange zögert hat das Nachsehen. Schnell kommt die Veranstaltung in Fahrt. Mit glühenden Wangen überbieten sich die Besucher, liefern sich einzelne Bieter kleine Kämpfe um das begehrte Kunstobjekt.

Es war ein toller Abend: Für die Bieter, die Zuschauer, die Künstler und für die Veranstalter. Und es war ein toller Abend für die Schulen für syrische Flüchtlingskinder. Über 8000 Euro kommen an diesem Abend zusammen. Geld mit den in den kommenden Monaten Heizungen für die Klassenräume angeschafft werden können und der Lohn der Lehrerinnen ist für etliche Monate gesichert. Die Freude ist groß!






















Dienstag, 16. September 2014

Chronologie Teil 2: Unser Schulprojekt im Film

Freude über die neuen Unterrichtsmaterialien bei den Flüchtlingskindern. Foto: Jusur-Brücken e.V.

Anfang 2013: Die Ausstattung der Schulen in Hacipasa und Iskenderun, von Spenden aus dem Umfeld der KLS finanziert, verbessert sich. Tafeln, weiteres Schulmaterial und Bücher finden ihren Weg von Berlin ins türkisch-syrische Grenzgebiet. Gleichzeitig werden die kriegerischen Auseinandersetzungen im Heimatland der Flüchtlinge immer heftiger, immer mehr Menschen verlassen Syrien aus Angst um ihr Leben.
Im Frühsommer reist Frau Hoffmann, Lehrerin an der KLS, mit Ihrer Familie - Sachspenden und viel Idealismus im Gepäck - zu den Schulen. Ein Reporter der Deutschen Welle begleitet die Familie auf ihrer Reise, er besucht die syrischen Kinder im Unterricht und filmt Interviews mit Ihnen. Überraschend offen erzählen die Kinder von Ihren traumatischen Erinnerungen, von Ihren Verlusten aber auch über ihre Träume und Wünsche für die eigene Zukunft.

Ein berührender Film entsteht:

http://www.dw.de/jusur-eine-schule-f%C3%BCr-syrische-fl%C3%BCchtlingskinder/a-16759053




Mittwoch, 10. September 2014

Chronologie Teil 1 - Schulen für syrische Flüchtlingskinder

Das lange Warten hat begonnen. Noch gibt es Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr.  Foto: Jusur-Brücken e.V.
Ende 2012: Lehrer und Schüler wollen helfen - aber wie?

Die Zahl der Flüchtlinge, die aus Syrien in die Nachbarländer strömen, wird immer größer. Immer verstörender und bedrückender werden die täglichen Berichte und Bilder in den deutschen Medien über die eskalierenden Konflikte im Landesinneren. Eine der Lehrerinnen aus der KLS ist mit einem aus Syrien stammenden Mann verheiratet. Was passiert in diesem Land von dem man in Deutschland so wenig weiß, fragt man sie in der Schule. Sie erzählt von den Bombardierungen, den Toten, den verstörten Kindern und der Situation Ihrer Verwandten in Syrien. Entsetzt hört man ihr zu. Lehrer und Schüler wollen helfen, aber wie? Aus Gesprächen im Lehrerzimmer, auf den Fluren und den Klassenräumen entsteht eine Idee: an will die Situation der syrischen Kinder in den Blick nehmen. "Mit Perspektiven auf Syrien" wird ein Unterrichtsprojekt an der KLS installiert.
Schüler, Lehrer, Eltern sammeln und spenden - spontan und unbürokratisch - Geld- und Sachspenden.



Malstunde in der kleinen Schule in Hacipasa. Foto:Jusur-Brücken-e.V.

Februar 2013: Besuch aus Berlin

    Mit einem Transporter und vielen Sachspenden fährt die Lehrerin mit ihrem Mann nach Hacipasa, einem Dorf im türkisch-syrischen Grenzgebiet, in dem inzwischen tausende von Flüchtlingen angekommen sind. Es gelingt einen Raum als provisorisches Klassenzimmer anzumieten. Quasi aus dem Nichts heraus entsteht eine kleine Schule. Unter den Flüchtlingen findet sich auch eine Lehrerin, die von den Spenden zunächst für einige Monate eingestellt werden kann. Als der kleine Hilfstrupp sich wieder auf den Weg nach Berlin macht, bleibt eine provisorisch eingerichtete Zwergschule mit einer Lehrerin und 50 Kindern zurück, die in jahrgangsübergreifenden Kursen unterrichtet werden.

    Um die Schule in Hacipasa langfristig zu finanzieren wird der gemeinnützige Verein Jusur-Brücken e.V. gegründet. Hier laufen die Spenden jetzt zusammen. Von ihnen wird der laufende Betrieb der Schulen in den syrischen Grenzgebieten finanziert.
In bunten Farben zeigen die Bilder das Grauen, das die Kinder erlebt haben. Foto:Jusur-Brücken e.V.





Juni 2013: Post aus Hacipasa.
Die Flüchtlingskinder der Schule haben Bilder für die Berliner Schüler der Königin-Luise-Schule gemalt. Es sind aufwühlende Zeugnisse von schrecklichen Verlusten und traumatischen Erlebnissen der Kinder in Syrien und auf der Flucht. In der Königin Luise Stiftung werden die Bilder ausgestellt.
Das Bild der blutenden Taube wird zum Symbol der Schulaktion.



Juli 2013
Wir können etwas für die Flüchtlingskinder verändern, das ist die positive Nachricht, die aus dem syrischen Grenzgebiet nach Berlin kommt. Es lohnt sich etwas zu tun. Viele Sammel-, Kuchenverkaufs- und Spendenaktionen werden über Wochen von Lehrern und Schülern initiiert und umgesetzt. Auch die Eltern schicken Spenden in die Schule.  Durch die vielfältige Unterstützung kann bereits im Juli eine zweite Zwergschule in Bekbele (Iskenderun) installiert werden. Weitere Flüchtlingskinder können nun von einer zweiten syrischen Lehrerin unterrichtet werden.

Die zweite Schule in Iskenderun wird eröffnet.


....Chronologie Teil 2 folgt.......

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